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Gedanken zur Bundestagswahl 2017 und unser mangelhafter Umgang mit dessen Ergebnis

Beitragsbild © mw238

„Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“
—Rita Mae Brown, Die Tennisspielerin

Nach dem Wahlergebnis vom Sonntag waren die Gemüter sichtlich erhitzt, was sich in meinem Facebook Feed hauptsächlich durch einen Sturm der Entrüstung geäußert hat, gepaart mit triefendem Zynismus. Ich hab mir das eine Zeit lang angesehen und konnte nur noch mit dem Kopf schütteln. Ein Muster gab es aber:

Alle AfD-Anhänger sollen jetzt am besten noch mehr ausgegrenzt, bekämpft und ausgeblendet werden. Nicht meine Meinung, alle doof, verblödet, baut die Mauer wieder auf, löscht mich, etc. Weil das ja vorher schon so gut funktioniert hat.

Ich muss mir ernsthaft die Frage stellen, was schlimmer ist: die AfD im Bundestag oder unser unwürdiger Umgang mit dieser Tatsache? Ich komme zu der Auffassung: beides ist absolut inakzeptabel.

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Wenn’s mit dem einen Verbot nicht klappt, klatsch eins drüber

Das soll mir echt mal einer erklären: Erst werden die Raucher aus den Gaststätten gescheucht und dann werden denen im Winter draußen jetzt auch noch die Heizpilze weggenommen.

Falls einem der Begriff nichts sagt, das sind diese Heizstrahler in Laternen- bzw. „Pilzform“, die mit Strom oder flüssigem Propangas Wärme erzeugen.

Speziell in der Außengastronomie erfreuen sich diese großer Beliebtheit, weil man dann selbst bei dem saukalten Wetter gerne mal draußen sitzen bleibt. Den Grünen in Koblenz ist das aber ein Dorn im Auge. Die Wärmespender sollen angeblich im Jahr genauso viel CO2 in die Luft pusten wie ein Auto oder ein Einfamilienhaus. Stattdessen werden Wolldecken vorgeschlagen. Steinzeit oder was?

Vielen Unternehmern ist die Investition in die Decken skurrilerweise allerdings zu teuer, sie hätten ja schon die Heizpilze angeschafft. In Nürnberg, Stuttgart, Köln und anderen Städten wurden sie schon verboten. Grundsätzlich ist ja nicht dagegen zu sagen, wenn man unser eh schon verhunztes Klima noch retten will, aber ich muss bei dieser „Verbotsgesellschaft“ in der wir heutzutage leben doch fazialpalmieren. Ja ja, unsere lieben Politiker und ihre maximale Gehirnleistung zwischen zwölf und Mittag.

Der feuchte Traum vom Überwachungsstaat

Vielleicht ist das an euch ja vorbei gezogen, weil ihr euch um Politik nicht so ganz kümmert, oder auch nicht, weil der Staatstrojaner ja ein ziemlich heißes Eisen in letzter Zeit ist. Aber zurzeit ringen die beiden Hashtags #Uhl und #Gaddafi auf Twitter um den ersten Platz bei den Toptweets. Und ich würde sogar behaupten, dass das daran liegen kann, dass einer der beiden Demagogen erst letztens umgekommen sein soll – und damit meine ich nicht Uhl!

Dessen verzerrtes Weltbild und Hetze gegen den CCC, der den bayerischen Staatstrojaner entlarvt hat, klingt genau nach dem, was man von einer Partei erwarten kann, die sich noch nie selbstkritisch gesehen hat.

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