Archiv der Kategorie: Android

WhatsApp: Hosen runter! [Update]

Mittlerweile sollte hinlänglich bekannt sein, dass WhatsApp in mehrerer Hinsicht ziemlich in die Kritik geraten ist und das auch zurecht. Dennoch bekomme ich hauptsächlich aus meinem näheren Umfeld zu hören, dass die Nutzung von Alternativen keinerlei Option darstellen soll. Die Gründe fallen auch erwartungsgemäß flach und unreflektiert aus: „Alle meine Freunde benutzen WhatsApp“ – „Die anderen Messenger haben aber nicht dieselben Funktionen“ – „Ach, die 89 Cent im Jahr…“ – „Andere sind aber nicht so einfach.“

Über diese Gründe kann ich nur schallend lachen.

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Wie ich den Fall Samsung vs. Apple sehe

Nun wurde ein Urteil in dem ewig währenden Kindergarten zwischen Apple und Samsung gesprochen. Das Gericht hat Samsung dazu verurteilt eine Summe in Höhe von $1,05 Milliarden Schadensersatz an Apple zu zahlen, weil diese vorsätzlich das Design von iPhone und iPad kopiert haben sollen. Als Besitzer von Geräten beider Fraktionen habe ich nach dem Urteil ebenfalls gemischte Gefühle.

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Nokia und Größenwahn

Nokia weiß bescheid: Laut Niels Munksgaard, Chef von Portfolio, Product Marketing & Sales Nokia Entertainment Global, haben die jungen Leute das viel zu komplexe Android und das omnipräsente iPhone satt und wollen lieber etwas Neues ausprobieren, das obendrein noch auf dem neusten Stand der Technik ist. Wie er darauf kommt verrät der gute Mann allerdings nicht.

Das Nokia Lumia 800 ist der jüngste Sprössling aus der Nokia-Microsoft-Ehe

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Was bedeutet das Aus der mobilen Version von Flash für das Web?

Ich weiß, diese News liegt (für Internetverhältnisse) schon wieder viel zu weit in der Vergangenheit. Aber ich bin einfach die letzte Zeit nicht dazu gekommen meinen Senf dazu abzulassen.

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Was ist eigentlich: Minecraft

Heutzutage gibt es viele Sandbox Games, doch keines hat ein vergleichbares kulturelles Phänomen ausgelöst wie Minecraft. Zahlreiche Spieler laden Videos auf YouTube hoch, in denen sie die USS Enterprise nachgebaut haben, ganze Dörfer und Städte erbaut haben, berühmte Songs mit Noteblocks aus dem Spiel nachklimpern oder Computer und Uhren nachbilden. Aber auch außerhalb der digitalen Grenzen zieht das Phänomen Minecraft weite Kreise. Zusammen mit berühmten Meme-Pics sind auch zahlreiche T-Shirts entstanden, mit denen man seine Hingabe zum Spiel am Körper tragen kann.

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Firefox für Android

firefox-for-twitter_reasonably_smallIch teste derzeit Firefox auf meinem Android Handy und muss sagen soweit schlägt sich das Füchslein nicht schlecht. Es schlägt sich als mobiler Compadre zu seinem großen Desktop-Bruder nicht schlecht und Firefox Sync trägt dazu nicht unmaßgeblich bei. Firefox für Android fühlt sich wie ein Desktop Browser auf einem Smartphone an, keine kastrierte Version eines Browsers, bei dem man sich wünschen würde wieder am Rechner zu sitzen.

Egal wann, egal wo

Richtet man Firefox Sync ein spielt es keine Rolle mehr, ob man schnell wo hin muss. Mit Sync kann man folgende Inhalte zwischen Geräten synchronisieren:

  • Lesezeichen
  • Passwörter
  • Einstellungen
  • Chronik
  • Tabs

Damit ist es ein Leichtes seine letzte Browsing Session vom PC auf dem Telefon fortzusetzen.

Allerdings will ich hierbei besonders betonen, dass Sync keine Voraussetzung ist, um Firefox “Mobile” verwenden zu können, es funktioniert auch wunderbar ohne. Man muss dann lediglich auf das Fortsetzen des Browsing Sessions vom PC und die Lesezeichen Synchronisation auf dem Telefon verzichten.

Lesezeichen, Chronik, Suche, Tabs

Um Lesezeichen einzusehen genügt eine Berührung der Adressleiste. Über vier Kategorien kann man zwischen Allen Seiten, Lesezeichen, Chronik oder Desktop wählen. Tippt man Text ein wird die Lesezeichen und die Chronik durchsucht (wie auf der Desktop Version von Firefox). Lesezeichen werden mit einem kleinen Stern hervorgehoben, eine Seite die zuvor vom Desktop synchronisiert wurde mit einem PC.

Mit der Lupe kann man nach dem eingegebenen Text auf einer Seite suchen lassen. Es lassen sich auch Suchanbieter hinzufügen, indem man auf der Seite, deren Suche man hinzufügen will, das Seiten Icon antippt und “Suchmaschine hinzufügen” wählt.

Wie schon erwähnt kann man seine Browsing Session am PC unterbrechen und auf dem Telefon wiederaufnehmen. Voraussetzung dafür ist Firefox Sync. In der aktuellen Firefox 4 Beta ist Firefox Sync bereits integriert, für ältere Versionen ist ein Add-on vorhanden. Im Desktop Tab von Firefox 4 “Mobile” kann man die Tabs sämtlicher Geräte einsehen, die mit Sync synchronisiert sind. Vorausgesetzt man hat den Geräten erkennbare Namen gegeben kann man leicht die Tabs öffnen, die man anderswo geöffnet hatte und weiterbrowsen.

Mozilla hat Tabs auf kleinen Touch-Displays sehr schlau umgesetzt. Zieht man die Seite weiter über den rechten Rand hinaus kommt die Tabliste auf der linken Seite zum Vorschein. Dort kann man offene Tabs wählen, schließen, ein neues Tab öffnen oder ein geschlossenes Tab wiederherstellen. Um die Tableiste wieder auszublenden genügt ein Strich mit dem Finger in umgekehrter Richtung, wie man die Tableiste angezeigt hat. Hält man den Finger lange auf einem Link gedrückt, öffnet sich ein Menü mit dem man den Link in einem neuen Tab öffnen, speichern oder über soziale Netze oder E-Mail teilen kann.

Das gleiche geht auch für die Navigationsbuttons, die sich auf der anderen Seite befinden.  Ein Strich mit dem Finger über den rechten Rand hinaus bringt die Navigation zum Vorschein und man kann die aktuelle Seite zu den Lesezeichen hinzufügen. Außerdem kann man auch die Einstellungen aufrufen – was auch über die Menü-Taste des Telefons funktioniert.

Add-ons

Auch die gewohnte Erweiterbarkeit des Firefox bleibt in der mobilen Version für Android Handys nicht auf der Strecke. Es gibt zwar noch keinen Ad-Blocker für Firefox “Mobile” (die meisten Flash Werbebanner funktionieren ohnehin nicht, kein Flash) dafür aber schon einige Add-ons, die dem mobilen Fuchs bei der Darstellung von Seiten unter die Arme greifen, die bekannten Personas mit denen man die Adresszeile mit einem Hintergrundbild versehen kann, ein Add-on zum verschönern der about:home Startseite mit einem Hintergrundbild oder einem Twitter Add-on, mit dem man direkt aus der Adressleiste heraus zwitschern kann. Add-ons können direkt über die eingebaute Add-on Verwaltung installiert und gesucht werden. Über die gewohnte Webseite geht es aber natürlich auch.

Downloads & Plug-ins

Ebenso wenig vermissen wird man einen Downloadmanager der nützliche Optionen für die mobile Version des Mozilla Browsers mitbringt. In der Übersicht kann man die Downloadseite der ausgewählten Datei noch einmal aufrufen, die Datei öffnen oder wieder von der SD-Karte löschen.

Leider ist der Firefox “Mobile” (noch) nicht in der Lage Plug-ins von Drittanbietern automatisch zu beziehen, um bspw. Flash-Player-Inhalte anzuzeigen. Ein Tippen auf “Hier klicken, um Plug-in herunterzuladen” bleibt ohne Reaktion. Das ist für Seiten wie YouTube zwar nicht weiter schlimm (da gibt’s ja ne App für), um die Flash-Werbebanner ist es auch nicht schade, aber gerade wenn ich auf Seiten wie pown.it ein bisschen Zeit totschlagen will ist es etwas nervig. Mozilla nennt in den Mobile FAQs Performanceprobleme für das Weglassen von Plug-ins als Grund.

Geschwindigkeit & Speicherbelegung

Was im Android Market häufig bemängelt wird ist die enorme Größe im vergleich zu den meisten anderen Apps. So kann sich das feurige Füchslein schon mal 13-22 MB Winterspeck anfressen und gerade bei meinem HTC Desire sind das wertvolle MB interner Speicher, der dabei drauf geht (Was aber mit dem App2SD Support zu verschmerzen ist). Aber im vergleich zu Opera Mobile, das ohne Cache schon 21 MB auf die Waage bringt, finde ich das vertretbar. Erst recht, wenn Opera nicht mal die drei Ladeindikatoren der mobilen Facebook Seite korrekt darstellen kann. Und da soll mir nochmal einer erzählen, Opera sei der beste Browser.

Dafür rendert Firefox “Mobile” Seiten merklich schneller als der interne Android Browser. Es gibt zwar beim Neustart des Browsers eine kurze Wartezeit, dafür bekommt man allerdings auch einen flinken Browser bereitgestellt. Beim Acid3 Test erreicht die mobile Version des Mozilla Browsers auch sehr gute 97/100 Punkten – der interne Android Browser hinkt mit 93 Punkten ein wenig hinterher. Nur am Verhalten der Darstellung von gezoomten Seiten würde ich noch etwas feilen. Scrollt man auf einer Seite, die man sich herangezoomt hat umher, werden die Seitenteile außerhalb des Blickfelds mit grauen Quadraten ersetzt und der tatsächliche Inhalt zeitversetzt nachgeladen. Auch an die Handhabung von Pinch-to-Zoom muss man sich ein wenig gewöhnen, da der Zoom beiden Fingern folgt und sich zentriert ausrichtet, dafür wird die Seite nach dem Loslassen aber auch flink scharf.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Lust bekommen selbst zu testen?

Wenn ihr Firefox auf eurem Android Handy selbst testen wollt könnt ihr die aktuelle Beta über den Android Market beziehen – einfach nach „Firefox“ suchen und ihr solltet schnell fündig werden. Alternativ könnt ihr auch diesen QR-Code einscannen und landet direkt beim Firefox Download im Android Market.

Um das volle Potential mit Sync auszuschöpfen empfehle ich auch eine aktuelle Firefox 4 Beta (ich habe Sync als Add-on noch nicht ausprobiert, sollte sich aber kaum viel unterscheiden).

An iPhone/WP7 User: Sorry, da Apple sehr engstirnig mit alternativen Browsern auf seinem Smartphone eingestellt ist muss Firefox Home genügen, das lediglich die Sync Funktionen bereitstellt, alles andere aber wohl in Safari öffnet. Und da Microsoft mit kommenden Updates den IE9 auf sein mobiles Betriebssystem bringt als auch die Entwicklung mit nativem Code zu stark einschränkt scheint ein Release für Windows Phone 7 sehr unwahrscheinlich.

Weblinks

Homepage von Firefox „Mobil“ mit FAQ und Demo-Videos

Zum Veralten verdammt

AndroidEigentlich mag ich mein HTC Desire ja und Android ist per se kein schlechtes Smartphone OS, aber was mich langsam wirklich nervt ist das Update-Ökosystem. Die Art wie OS Updates verteilt werden ist so zäh wie ein klebriger Kaugummi.

Wobei ich es ja noch verstehen kann, dass die Smartphone Hersteller das System an ihre Geräte anpassen wollen, das dürfen und sollen sie ja auch. Nur der zusätzliche Umweg über die Mobilfunkanbieter entzieht sich völlig meiner Logik. Erst recht wenn es ohnehin nur um ein paar Lesezeichen oder Icons geht, die vom Anbieter gesetzt werden.

Bis eine neue OS Version nach dem Release durch Google alle Endverbraucher erreicht vergehen Monate. Da lob ich es mir schon fast als Microsoft sagte, dass sie Modifikationen nicht zulassen und die Auslieferung von Windows Phone 7 Updates selbst übernehmen. Das gleiche gilt dabei auch für Apple. Wenn es ein Update gibt, erhält es jeder. Das mag zwar in bestimmten Fällen auch für Android zustimmen, doch wie oben schon beschrieben gehen neue Versionen erst durch viele Zwischeninstanzen bevor sie jedes Android Smartphone erreicht haben.

Ein Beispiel

Mein HTC Desire habe ich etwa März/April mit Android 2.1 bekommen. Am 20. Mai 2010 kam dann das Update auf 2.2 “Froyo” – allerdings nur für Geräte, die unmodifizierte Versionen von Android ausführten, wie das Nexus One. Alle anderen Telefone mit angepassten Android Versionen mussten vorerst noch warten, bis die Hersteller ihre Anpassungen an die neue Version angepasst hatten.

Im August kam dann das Update auf 2.2 von HTC. Einen Monat später das Update von o2 für mein HTC Desire. Nicht nur dass das o2 Update einen schweren Fehler enthielt, der manche Desires unbrauchbar machte, sondern man musste auch noch einen weiteren Monat ausharren, damit man wieder auf dem aktuellen Stand ist wie alle anderen.

Solche Lappalien lassen mich an meiner Wahl zu Android zu greifen zweifeln, doch bisher lässt es sich noch aushalten.

Das Warten geht weiter

Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Januar 2011 schon wieder die nächste Android Version 2.3 “Gingerbread” rausgekommen ist und weder HTC selbst noch o2 ein Update angekündigt haben, geschweige denn sich auf irgendwas festlegen wollen. Für Handys ohne Anpassungen ist das Update natürlich schon erhältlich. Und was Google mit den Updates rausgibt ist echt nicht schlecht. Ich will das aber auch haben und nicht erst wieder ein viertel bis halbes Jahr warten müssen!

…und der Kaugummi zieht sich erneut lang.

 

Ach ja, und ich weiß zwar nicht warum, aber es passiert mir immer wieder, dass Apps, die ich mangels Speicher auf die SD Karte verschieben muss, einfach verschwinden, zerstört werden oder das Handy übelst lange zum Booten braucht und hängt wie Sau unmittelbar nach dem Start. Was ist das denn?!