Megaupload und anderer Schabernack des Kim Schmitz

Einer der größten Sharehoster der Welt ist weg vom Fenster. Megaupload wurde am 19. Januar 2012 vom FBI hochgenommen und die Betreiber in Neuseeland festgenommen und angeklagt. Den Betreibern wird vor allem vorgeworfen einen Schaden von $500 Mio. verursacht zu haben. Weiterhin wird ihnen vorgeworfen ihre Nutzer zu Urheberrechtsverletzungen verleitet zu haben, indem ein Prämien-System Uploader belohnt hat, deren Dateien oft heruntergeladen wurden. Das Hochladen von gefragten, urheberrechtlich geschützten Inhalten wurde von Megaupload also eher belohnt statt geahndet. Nebenbei verdienten sich die Betreiber mit den so hochgeladenen Dateien eine goldene Nase. Durch ihre „Geschäfte“ mit Megaupload verdienten sie $175 Mio.

Verbindungen mit SOPA/PIPA

Über SOPA/PIPA wird, aufgrund der erfolgreichen Proteste, nicht mal mehr in diesem Jahr abgestimmt. Die Schließung von Megaupload mag zwar den Anschein erwecken, dass die Contentmafia hierbei im Stil von SOPA/PIPA Selbstjustiz geübt hat. Auch die Gegenüberstellung der $175 Mio. Gewinn, die mit Megaupload eingefahren wurden vs. die $500 Mio. Schaden, den die Contentmafia dadurch erlitten haben soll klingt überzogen. Das ist allerdings nebensächlich. Auch wenn die Contentmafia damals mit dem Takedown des Megaupload Videos von YouTube ihre rechtlichen Kompetenzen eindeutig überschritten hatte, der Gründer von Megaupload, Kim „Kimble“ Schmitz, ist und war schon immer eine Attentionwhore und ein Gauner. Dass dabei ein Dienst zu Fall gebracht wurde, der von einigen durchaus für legale Zwecke genutzt wurde (z. B. Custom ROMs für Android), ist nun mal schlichtweg Pech.

Zwar ist der Sitz von Megaupload Ltd. in Hong Kong, viele der Server wurden allerdings in den USA betrieben, weswegen es dem FBI überhaupt erst möglich war an die Daten ranzukommen und der digitalen Hehlerei ein Ende zu setzen. Wenn das mal nicht der seltendämlichste Standort ist, den man sich aussuchen kann, wenn man sich schon so ein kriminelles Netzwerk hochziehen will, dann weiß ich auch nicht.

Nun, die Berichterstattung über Megauploads Schließung kann man auf heise, Golem, Winfuture, Torrentfreak, etc. pp. reinziehen (inkl. der teilweise hirnrissigen Kommentare, die jeglicher argumentativen Grundlage entbehren). Worauf ich mich hier eigentlich konzentrieren will ist die Person, die Megaupload ins Leben gerufen hat und warum er verdient hat, was er die ganze Zeit über herausgefordert hat.

Bauernschlau, nicht hochbegabt

Was sich mir bei dem ganzen Wirbel um die Schließung gänzlich entzieht, ist die Menge an Nachrufen, in denen es Kim „Kimble“ Schmitz (alias Kim Dotcom alias Kim Tim Jim Vestor alias *weiterer Deckname hier*) angeblich vergönnt gewesen sein soll, mit seinem Konzept endlich erfolgreich zu sein.

An all diejenigen muss ich eine ernst gemeinte Frage stellen: Sagt mal, seid ihr noch ganz dicht?! Habt ihr mal recherchiert, wie viel Dreck die Made am Stecken hat? Wie viele Leute der schon für seine eigene Profitgier angeschissen hat? Ich habe mich im Zuge des Medienrummels mal näher mit der Person des Kim Schmitz befasst und ich kann euch eins sagen: ich hab mehrmals mit dem Brechreiz gekämpft. So einen Haufen kriminelle Energie, vermischt mit Arroganz, ekelhafter Selbstverliebtheit und Dummheit wie die Nacht finster ist, geschnürt in einem einzigen Paket habe ich bisher noch nie gesehen/gelesen! Kim Schmitz ist nicht der Robin Hood gegen die Contentmafia, für den ihr ihn haltet. Er war, ist und wird immer ein Gauner bleiben. Und bitte kommt mir nicht mit diesem Blödsinn von wegen Megabox (ein Musikdienst, der neben Megaupload in Planung war), welcher Musiker besser am Gewinn beteiligen sollte (90 %) als die üblichen Rechteverwerter der Contentmafia. Hier geht’s nicht drum, dass die das Muffensausen vor Megabox bekommen hat, sondern dass Kimble sich Geld schlicht und ergreifend schon immer ergaunert hat und dem endlich ein Ende gesetzt wurde.

Er stand auch ohnehin schon die ganze Zeit über mit einem Bein im Knast, hatte auch schon ein paar Mal U-Haft hinter sich und war mehrmals vor Gericht. Und ich rede dabei nicht vom „Kavaliersdelikt“ Internet-Piraterie!

„Eine richtig linke Socke“

Kimble war eine niedere Existenz von Anfang bis Ende. Selbst ein Erzieher in einem Wohnheim für auffällige Jugendliche, in dem Schmitz zwei Jahre wohnte, kann seinen Vokabular rückblickend nicht zügeln:

„Ich habe nie wieder einen so asozialen Jugendlichen kennengelernt, er war eine richtig linke Socke.“

„Entschuldigen Sie die drastische Wortwahl, aber Kim hat sogar seine besten Kumpels angeschissen.“

Die ehemalige Schulleiterin seiner (Haupt-)Schule erinnert sich hingegen an einen „ausgesprochen an Technik interessierten jungen Mann“. Das trifft auch insofern auch zu, denn Kimble war laut eigener Aussagen als „Hacker“ unterwegs und postete ständig seine verbale Diarrhö in den Mailinglisten des CCC und fuhr damit auch entsprechendes Echo der Abonnenten ein. Ein paar Ausschnitte (ich wusste nicht, ob ich beim Lesen lachen oder weinen soll):

Hier ist Kimble am Keyboard…..
sendet mir eure Meinungen, Fragen und Anregungen zum Thema:
Soll Kimble eine neue Religion gruenden und Gott werden?!

***

Fuer alle die es immer noch nicht begriffen haben, ich bin Kimble.
Ich mache aus armen, unbefriedigten, langweiligen Trittbretthackern…… reiche, befriedigte, interessante SUPER-HACKER.
Kauft mein neues Buch „How kann ich sein a very toll Hacker“ oder, „Hack-Braten mit Kartoffeln“
Join DATA PROTECT now…. BUSINESS RULEZ…. feel free to call any time at:
—089-62400870— we want you + you want money = join DP.

***

Frohes Fest ihr Bazillen……
Wird Kimble auf den CCC Congress fahren oder nicht?
Wird Data Protect eine Aktiengesellschaft oder nicht?
Wird die naechste Titlegeschichte in Capital ne Kimble storry oder nicht?
Wird Kim Schmitz Bundeskanzler oder nicht?
Nunja…. who cares, aber eins ist sicher, KIMBLE rulez… ever has, ever will.
Und hier noch ein aufmuntender Psalm fuer meine Freunde im CCC:
„Alle pissen in die rinne,
nur nicht Andi, der liegt drinne“.
hiiiiiihihiihihihihihihihoohoooooohoho

Die volle Bandbreite dieses Shitstorms hab ich mal hier in voller Ausführung in meiner Dropbox abgelegt (der teil über Kimbles angeblichen D1 GSM-Hack „Rpt f. Kimble-Fans: CCC96: Rueckblick 1996 Teil 3“ ist auch recht interessant, weil er tief in dessen soziale Kompetenzen blicken lässt und die Aussage seines Wohnheimerziehers nochmal unterstreicht).

Soweit zu Kimbles „Sozialkompetenz“ (wenn man bei dem Kerl überhaupt von so was sprechen kann). Nun zum interessanteren Teil, der die Pappnasen hoffentlich mal wachrüttelt, was für einem Vollspast sie eigentlich zujubeln.

Kimbles krumme Dinger

Kimble ist wie schon erwähnt kein unbeschriebenes Blatt und alle, die versuchen ihn in Schutz zu nehmen, weil ihnen jetzt Megaupload als wichtigster Dienst für ihre eigenen „Kavaliersdelikte“ fehlt, sollten dringend ihre Wertvorstellungen und Prioritäten überdenken. Was sich der Knilch über Jahre hinweg geleistet hat kann man gut und gerne als organisierte Kriminalität bezeichnen.

Hacking von Firmenrechnern & deutschem Beamtenbund

Um 1992 rum machte Kimble mit seinem Freund aus der Hackerszene gemeinsame Sache, indem beide ihre Kenntnisse gewinnbringend einsetzen wollten.

Dazu drangen sie in die Rechennetze der Lufthansa und Telekom ein, um das Eindringen zu dokumentieren und einer anderen Firma, die ebenfalls von Bekannten der beiden gegründet wurde, zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre Sicherungsanlagen leichter an die gehackten Firmen verkaufen konnte.

Kimble und sein Kumpane planten, sich in das norwegische Data-Pak-netz einzuwählen und mit Hilfe eines SCAN-Programms NUIs, eine Art PIN gegen unbefugten Zugriff, auszuspähen. Mit den geklauten Nummern verschafften sich die beiden Zugriff auf das Datex-P-Netz der deutschen Telekom. Dort klauten sie weitere Anschlussnummern von großen Firmen, drangen damit in deren Computeranlagen ein und dokumentierten dies wieder, um die erlangten Kenntnisse der zuvor genannten Firma zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre Sicherungsgeräte leichter an die gehackten Firmen verkaufen konnte. Als Honorar für die „Beratertätigkeit“ (Datenklau) bezog Kimble insgesamt 131.000 DM.

Kimble zog mit seinem Kumpel irgendwann nach München, um mit dem ergaunerten Geld dort ein Anwesen zu beziehen. Natürlich musste auch das Geld weiter fließen, also besorgten sich die beiden Calling-Card-Nummern von Kunden der US-Telefongesellschaft AT&T, um auf Kosten der unbeteiligten Kunden weiterhin NUIs aus dem norwegischen Data-Pak-Netz abgreifen zu können.

Sie hackten außerdem den deutschen Beamtenbund und entwendeten von dort Datensätze. Abgesehen davon, die Dokumentationen wieder der Firma in ihrer „beratenden Rolle“ zu verkaufen, wollten sie außerdem im Focus Magazin durch eine brisante Berichterstattung Aufmerksamkeit erregen. Dadurch erhoffte man sich den Gewinn durch die öffentliche Meinungsbildung noch weiter zu steigern und gleichzeitig dem Beamtenbund zu schädigen.

Auch eine Firma aus Fürth fiel den beiden zum Opfer. Auch hier entwendeten sie Datensätze und wollten die Dokumentation wieder gewinnbringend veräußern, ob es dazu kam weiß man allerdings nicht.

Missbrauch von Calling-Cards

Kimble und sein Kollege bedienten sich um 1993 rum sog. Bulletin-Boards (BBS), um sich neben dem Austausch mit gleichgesinnten auch weiterhin ihren fragwürdigen Lebensstil zu finanzieren.

Auf ihren BBS „Hackreaktor“ und „House of Coolness“ (*snort lol*) vertrieben die beiden sog. Calling-Cards. Das sind normalerweise Karten, auf denen zwar kein Guthaben gespeichert ist, aber beim Telefondienstleister abgerechnet werden. Hier haben die beiden allerdings nur die Zugangsdaten der Calling-Cards dazu benutzt selbst kostenlos telefonieren zu können und nebenbei durch deren Verkauf an Dritte Geld rauszuschlagen.

Durch den Missbrauch der Nummern durch sie selbst und deren „Kunden“ entstand den Telefongesellschaften AT&T und MCI ein ungefährer Schaden von $1.076.914,26.

Um den Gewinn noch zu steigern richtete Kimble sich in den Niederlanden eine eigene Telefon-Talk-Line ein und rief sich über die gestohlenen Calling-Card-Nummern über seine Talk-Line ständig selbst an. An den Gewinnen der Talk-Line wurde er beteiligt und erhielt umgerechnet 61.899,63 DM Gewinnbeteiligung für die Anrufe aus den USA über die Niederlande an sich selbst. Irgendwann hat AT&T aber spitz gekriegt, dass da jemand Schindluder treibt und hat die automatische Vermittlung einfach abgeschalten. Kimble hatte allerdings Kontakt zu jemandem, der ihm die Daten von Telefonnebenstellenanlagen gegen Bezahlung besorgte (5.000 DM). Somit konnten sie weiterhin ihre eigene Talk-Line „supporten“ und verursachten darüber hinaus den Inhabern der Nebenstellen einen Schaden von insgesamt $193.173,19. Das gleiche Spiel wollte Kimble auch in Hong Kong bringen. Auch hier richtete er eine Talk-Line ein und verdiente daran umgerechnet 62.822,42 DM.

Die ganze Geschichte gibt es auch im Detail auf gulli.com in einem Nachruf an den verflossenen Rechtsanwalt Gravenreuth, der mit Kimble gemeinsame Sache gemacht hat. Kimble hat nämlich die Besucher seines BBS und Käufer der Calling-Cards eiskalt ans Messer geliefert! Und so einem soll der Ruhm gegönnt gewesen sein?

Kreditkartenmissbrauch

Kimbles Kumpel hatte zwischenzeitlich ein Programm entwickelt, mit dem er auf den Magnetstreifen von Kreditkarten die Nummern anderer VISA-Kunden aufcodieren konnte, um praktisch über unerschöpfliche Geldmittel zu verfügen.

Nachdem sich das Programm aber legal nicht verwerten lassen konnte suchte Kimble einen weiteren bekannten auf, der sich für ihn im „Untergrund“ nach Verwertungsmöglichkeiten umschauen sollte.

Es fand sich ein Abnehmer für 4 Testkarten für 8.000 DM und Kimbles Bekannter war fortan als Kurier zuständig. Ehe die Karten gesperrt wurden, sind mit ihnen betrügerische Umsätze von 3.662,36 DM erzielt worden.

Da Kimble im März 1994 eingeknastet wurde kam es kurzzeitig zum Erliegen der illegalen Geschäfte. Nachdem er aber wieder gegen Kaution entlassen wurde nahm er die Geschäfte wegen Geldmangels wieder im großen Stil auf. Während das Geschäft blühte wurde Kimble und sein Kumpel allerdings erneut festgenommen.

Missbrauch von Titeln

Nachdem beide aus der U-Haft entlassen wurden nahmen sie keinen Kontakt mehr zueinander auf.

Da Kimble aber weiterhin finanziell angeschlagen blieb ließ er sich eine VISA-Karte ausstellen. Er gab sich dabei als Dr. Kim Schmitz aus, ohne tatsächlich zur Führung eines akademischen Grades befugt zu sein. Kimble wollte daneben auch in den Genuss höherer gesellschaftlicher Reputation kommen.

Außerdem gab er am Frankfurter Flughaben bei der Autovermietung Sixt an, er sei Manager bei Siemens und Mitglied des dortigen Vorstands und kenne die Frau des Firmeninhabers von Sixt. Daraufhin wurde ihm Anstandslos ein Benz S-Klasse zur Verfügung gestellt. Die Rechnung bezahlte er natürlich nicht und das Auto gab er auch nicht zurück. Der Wagen konnte aber gefunden und mit einem Zweitschlüssel wieder zurückgebracht werden. So hätte die Firma fast ein seinerzeit 95.000 DM teures Auto verloren. Die Zwangsvollstreckung brachte nur einen Teil der 6.776,97 DM Rechnung ein.

Insiderhandel

2002 fand sich Schmitz wegen Insiderhandels erneut in München vor Gericht. Er hatte Aktienanteile der kurz vor dem Bankrott stehenden Firma Letsbuyit.com für $375.000 angekauft. Daraufhin gab er eine Investition in Höhe von 50 Mio. Euro in besagte Firma bekannt. So viel Geld besaß Kimble allerdings gar nicht. Nichtsdestotrotz schoss der Kurs der Aktien um 300 % in die Höhe und Schmitz konnte die Aktien für $1,5 Mio. wieder verkaufen. Er hatte sich damit des Insiderhandels strafbar gemacht, weil er um die Angeschlagenheit der Firma wusste und dieses eigentlich firmeninterne Wissen nutze, um sich selbst zu bereichern.

Veruntreuung

2003 musste sich Schmitz erneut wegen Veruntreuung vor Gericht verantworten. Er hatte ein ungesichertes Darlehen in Höhe von 280.000 Euro von der Monkey AG bekommen, bei der er Aufsichtsratschef war. Dieses Geld pumpte er in seiner eigene Kimvestor AG. Bei der Höhe des Darlehens handelte es sich allerdings um gut 80 % des Kapitalstocks der Monkey AG. Beide Unternehmen gingen letzen Endes bankrott. Schmitz sei angeblich nicht klar gewesen, dass er dieses Darlehen nicht zurückzahlen könne und sei „geblendet“ gewesen, weil „alle mit Geld um sich geschmissen haben“.

Kein Blumentopf

Es gibt über Kimbles Vergangenheit viel zu viel zu berichten, mehr als ich hier akkumulieren kann und möchte, da es einfach zu viel ist und ich dafür nicht bezahlt werde 😛 (allein die ganzen Quellen zu recherchieren, verifizieren und zusammenzufassen hat mich über eine Woche gebraucht). Wer daran Interesse hat und sich selber auf die Suche machen will, kann dies gerne tun, genug im Rampenlicht der Medien stand Kimble ja. Ich wollte ohnehin nur einen Einstieg in die Thematik bieten und ganz nebenbei mal ein paar Pfeifen desillusionieren, dass an Kim Schmitz nichts heldenhaftes dran ist.

Weblinks

Fefes Blog: FBI schaltet Megaupload ab
Fefes Blog: Kimbles Backstory
Megaupload – englische Wikipedia
Kim Schmitz – Wikipedia
Die stille Rückkehr des Dotcom-Phantoms – Focus Online
Kim Schmitz alias Kimble alias Dotcom alias Dr. Evil – Welt Online

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