Tatsachenverdrehung bei Browser-Studie

Wunder oh Wunder, NSS Labs wirft Accuvant nun Tatsachenverdrehung bei ihrer Studie vor, bei der Chrome die Konkurrenz um längen hinter sich lässt. Ich hab’s ja schon in dem letzten Post zur Studie gesagt: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Ich hab mich sowieso schon gewundert, wie sich Mozilla das einfach so gefallen lässt, da ja immerhin ein Deal zwischen denen und Google besteht. Doch Moment, der Deal ist am Auslaufen.

„Das ist ein von einem Auftraggeber finanzierter Bericht und in solchen Fällen ist es üblich, dass der Auftraggeber die Methodik der Tests vorgibt, was auch hier der Fall zu sein scheint.“

– Vikram Phatak, Chef-Techniker von NSS Labs

No fucking shit, Sherlock. NSS Labs behauptet, dass Google die SafeBrowsing API, die Firefox und Safari beispielsweise anstoßen, um verseuchte Links zu identifizieren, den Browsern der Mitbewerber nicht im selben Umfang zur Verfügung stellt, wie das bei Chrome der Fall wäre. Chromes Erkennungsrate ist in dem 10-tägigen Testverfahren von 8% auf fast 40% gestiegen, während die Konkurrenz bei den 2% rumgegurkt ist. Auch habe Accuvant Sicherheitstechnologien einfach unter den Tisch fallen lassen, damit Chrome besser dasteht.

NSS Labs hat zwar in der Vergangenheit selbst mehrere herstellerfinanzierte Studien angenommen, aber es gäbe ja einen Grund für die, das nicht mehr zu tun.

Ich kann nur wieder betonen: Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

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