In eigener Sache: Liebeskummer

Ich möchte mich zuerst einmal für die lange Stille in meinem Blog entschuldigen. Zurzeit fehlt mir einfach die Zeit und die Motivation über vieles zu berichten, worüber ich eigentlich berichten wollen würde. In den letzten Einträgen zu „In eigener Sache“ habe ich schon geschrieben, dass es bei mir ohnehin schon nicht gut aussieht und meine Zukunft sehr ungewiss aussieht. Wäre das im Beruf schon nicht genug gesellt sich jetzt auch noch die Liebe dazu.

Besonders jetzt da es bald wieder Winter wird und ich diese Zeit seit ein paar Jahren immer an der Seite eines festen Freundes verbracht habe sticht mir das sehr schmerzhaft ins Herz, dieses Jahr wohl keinen zu haben und Weihnachten alleine zu feiern. Das liegt aber nicht daran, dass ich niemanden finde. Es liegt viel mehr daran, dass mir mein verworrenes Beziehungsleben (mehrere Neuversuche mit Ex-Freunden) über die letzten Jahre – besonders als Drachegeborener – sehr viel Selbstkritik einbringt und ich unwillig bin den nächsten Schritt zu tun.

Schwerer wiegt jedoch die Erkenntnis, dass ich seinerzeit eine sehr solide Beziehung aufgrund jugendlichen Übereifers einfach weggeworfen und weiterhin durch Leichtsinn unwiederbringlich zerstört habe. Diese Erkenntnis hat mich stark verändert. Hauptsächlich aus dem Grund, dass ich mich immer in der Rolle eines anderen wiederfinde und anfange zu begreifen, was ich verbrochen habe.

Dass ich auch so oft mit meinen Ex-Freunden einen neuen Anlauf versucht habe liegt wohl eher daran, dass ich viel zu gutmütig und naiv bin, als dass ich einer bestimmten Person jahrelang negative Gefühle wie Hass, Verachtung, etc. entgegenbringen könnte. Manchmal wurde mir dann auch gesagt: „Das bist nicht du!“ Doch auf der Suche nach dem, der ich wirklich sein soll, komme ich nicht wirklich weiter. Es ist nur ein Weg voller Selbstkritik.

Da ich auch von meiner Arbeit nicht abgelenkt bin (weil nichts zu tun) habe ich viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Musik lenkt mich auch kaum ab, weil mein Kopf mit den Lyrics automatisch zur ganzen Situation einen Bezug herstellt. Es mag ein normaler Prozess sein, das tröstet mich aber wenig und verhindert es nicht. Viel zu oft drängen sich dabei Bilder glücklicherer Tage in meinen Kopf und foltern mich mit der Realität, dass diese nicht mehr wiederkehren werden gepaart mit der bohrenden Frage nach dem „Warum?“ zusammen mit Hirngespinsten eines erneuten erfolgreichen Neuversuchs. Nicht weil es vielleicht nicht doch möglich wäre, sondern weil es nicht sein darf. Sicher war es in meiner letzten Beziehung nicht immer einfach und als er mich verlassen hatte war das befreiende Gefühl und die Möglichkeit mein Leben für mich zu leben erst mal toll. Doch das sollte nicht lange vorhalten. Und heute lese ich dieses nur allzu zutreffende Zitat, das mich dazu bewogen hat dazu zu schreiben:

„Manchmal liebe ich dich. Manchmal hasse ich dich, aber kein Tag vergeht, — wo ich das nicht vermisse.“

Quelle

Wir hatten praktisch schon geplant, wie alles vorangehen sollte. Alles hatte noch einen gewissen Sinn, ein Ziel auf das es sich aus der Entfernung lohnte hinzuarbeiten. Doch wenn ich mir anschaue, wie lang ich schon unter der Woche wieder aufbleibe nur um nicht alleine ins Bett gehen zu müssen wird mir bewusst, wie mir die kleine Nervensäge und Chaot der er auch war doch ein wenig Ordnung in meinen Tagesablauf brachte. An den Nürnberger Christkindlesmarkt will ich gar nicht erst denken. Den werde ich alleine wohl kaum besuchen. Zu schmerzhaft wären wohl die Erkenntnis von Alleinsein und Erinnerungen.

Egal ob ich nach vorne oder zurück blicke, alles erscheint ungewiss und ohne Hoffnung auf Besserung. Selbst wenn es jetzt schon einen Monat her ist und ich mich mit allem Möglichen versuche abzulenken ist es doch nicht genug. Alle Gedanken und Gefühle kehren immer wieder an ihren Ausgangspunkt zurück, konzentrieren sich und fallen über mich her.

Es vergeht mittlerweile wirklich kein Tag, an dem ich sagen könnte, dass ich es nicht doch vermisse…

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