In eigener Sache: Fahrtwind aufgenommen, stinkt aber immer noch

Woohoo erster Arbeitstag nach vier Wochen Urlaub. Ist schon fast ungewohnt wieder so früh aufzustehen. Viel Gelegenheit zum Ausspannen gab es aber nicht. Dass diese Zeit wohl erst mit dem Ende meines Urlaubs einkehrt klingt nicht nur paradox sondern erlaubt mir auch auf seine ganz spezielle Art und Weise von vorne anzufangen und das Leben wieder zu genießen. Zwar glaube ich, dass mich meine Vergangenheit noch ein- oder zweimal einholen wird, aber ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis sie merkt, dass es mich nicht mehr kümmert.

Das vom Tisch, kommen wir zu erfreulichen Nachrichten: die IHK Nürnberg war heute zu Besuch in meiner Firma und das Gespräch war sehr aufschlussreich. Es ist nun mehr oder minder offiziell, dass meine Firma in der jetzigen Situation keinen Gewinn an mir hat (arbeitstechnisch) und ich keinen an ihr (ausbildungstechnisch und monetär). Da wurden verschiedene Lösungswege ausdiskutiert.

Zum einen würde mir meine mittlere Reife erlauben zu verkürzen, um somit bereits an der Abschlussprüfung im Winter teilzunehmen. Aber realistisch betrachtet käme das andererseits schon allein deshalb nicht in Frage, da ich die fachlichen Kompetenzen für ein Abschlussprojekt gar nicht vermittelt bekommen habe und der Rest ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen ist weil ein kompetenter Ausbilder für Rückfragen einfach fehlt. Der einzige Vorteil dieser Geschichte wäre, sollte meine Firma Konkurs anmelden bin ich bereits als Prüfling gemeldet und kann nichtsdestotrotz wie jeder andere auch normal an der Abschlussprüfung teilnehmen. Aber macht ja keinen Sinn wenn ich von nix ne Ahnung hab. Also weg damit.

Somit bleibt nur noch Plan B: neue Stelle und die Ausbildung unverändert weiterführen oder sogar um ein halbes Jahr verlängern – wozu ich gerne bereit bin, will ja was auf dem Kasten haben und das bisschen Extrazeit macht den Murks meiner alten Firma dann wieder wett (hoffe ich). Leider waren die ersten beiden Herantastversuche nicht von Erfolg gekrönt. Bester Ablehnungsgrund bisher: „Das hat der Chef eben so entschieden.“ Super, SO eine Aussage hilft mir natürlich ungemein. Aber na ja, da hilft nur weiter mit Bewerbungen durch die Gegend ballern bis der Arsch platzt und aussitzen wer sich traut mich anzunehmen.

Allerdings mach ich mir etwas Sorgen, dass ich wieder nur so eine kleine Firma erwische, die mit ihrem Geld nicht umgehen kann. Ein gesengtes Kind scheut bekanntlich das Feuer, aber das nützt mir auch nichts, da muss ich in die Presche springen. Ein Kollege konnte ja bereits erfolgreich abspringen (lucky bastard :D) und ich hab vor das auch zu schaffen, denn unter den momentanen Rahmenbedingungen rückt ein erfolgreiches Erreichen des Ausbildungsziels immer weiter in die Ferne. Ich weiß auch, dass ich verdammt spät dran bin, aber hey, bei meiner jetzigen Firma bin ich auch erst im Oktober reingekommen und das war kein Stress.

Aber einen Lichtblick gab es dann doch noch: die Firmen scheinen langsam wieder anzufangen den Wert voll ausgebildeter Fachkräfte schätzen zu lernen. Immerhin kennt man den Azubi dann bereits seit 3 Jahren und hat ihn perfekt auf sein Firmenumfeld angepasst, nebenbei profitiert man natürlich auch noch von einer voll ausgelernten Fachkraft. Immerhin sind meine Chefs so fair und stellen mich für Bewerbungsgespräche frei, damit ich auch hingehen kann.

Sobald sich was tut werd ich wieder von mir hören lassen!

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