Ocarina of Time 3D: ein Meisterwerk noch meisterhafter

Es dürfte einige nicht verwundern, dass ich verrückt genug bin mir einen 3DS nur für ein Spiel zu kaufen. Und noch weniger verwunderlich, dass es sich bei dem Spiel um kein geringeres handelt als The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D.

Nun könnte man vorschnell urteilen, ich hätte es mir nur wegen der besseren Grafik gekauft. Nun ja… Okay, ihr habt mich, ich war auf die bessere Grafik aus. Doch es gab noch mehr, das mich an der Neuauflage gereizt hat. Doch eins nach dem anderen. In meinem Ocarina of Time 3D Review werde ich euch zeigen, warum Nintendo weiß, wie ein Remake auszusehen hat. Denn einen zeitlosen Klassiker wie Ocarina of Time neu aufleben zu lassen und dabei dem Original treu zu bleiben ist bei weitem keine leichte Aufgabe!

Story

Storytechnisch hat sich vom Original nichts geändert, schließlich ist es ein Remake. Deshalb schenk ich mir mal die lange und breite Erklärung des Plots. Ist sowieso eine komplizierte Sache die sehr ausschweifende Erklärungen bedarf – zu viel für ein einfaches Review!

Gameplay

Beim Gameplay ist das wiederum eine völlig andere Geschichte (lol Wortwitz). Ocarina of Time 3D nutzt die neuen Steuerungsmöglichkeiten des 3DS. So kann man zum Zielen den 3DS schwenken, was feineres Zielen sehr einfach gestaltet, selbst eine 360° Drehung ist möglich.

Der Touchscreen dient neben den angelegten Items, Navi, der Ocarina und den Ausrüstungsmenüs hauptsächlich der Karte. Ein Merkmal dieser Umstellung ist, dass die Stiefel nicht mehr als Ausrüstung sondern als anlegbare Items gelten! Somit ist der Wassertempel zumindest angenehmer zu ertragen – dieses ständige Aufrufen des Ausrüstungsmenüs hat wirklich genervt, vor allem, weil man das SEHR OFT tun musste. Und die Leute die am Emulator gespielt haben hatten ja noch längere Wartezeiten bis das Menü wirklich aufging. Furchtbar! Übrigens ein Tipp für Schatten-Link: benutzt die Stechattacke, die hilft immer noch am meisten gegen den Spacko! Doch ich schweife ab. Wer aufmerksam mitgelesen hat wird bemerkt haben, dass ich die Ocarina extra erwähnt habe. Das hat auch seinen Grund: die Ocarina nimmt nämlich gar keinen Platz mehr in den anlegbaren Items mehr ein sondern ist immer verfügbar! Die Y- und X-Knöpfe können mit Items aus dem Inventar belegt werden, wie nach klassischer Manier. Doch zusätzlich lassen sich noch 2 Touch-Flächen mit Items belegen. Somit kann man ein Item mehr ausrüsten als im Original. Supi!

Apropos Ocarina: Lieder dudeln erfordert eine ganze Menge Umdenken! Da man nicht mehr die 4 C-Tasten und den A-Knopf zum Spielen auf dem 3DS hat, spielt man deshalb mit Y, X, A, L und R. Stellt euch das mal eben mit einem 3DS Foto am Beispiel von Zeldas Wiegenlied vor: im N64 Original ging das mit C-links, C-hoch, C-Rechts, C-links, C-hoch, C-Rechts. Auf dem 3DS würde das dann Y, X, A, Y, X, A lauten, richtig? FALSCH! Es geht nämlich X, A, Y, X, A, Y! Hymne der Sonne? Y, R, A, Y, R, A – Ein Fingerzwirbler! Aber irgendwann ist man auch von N64 nach 3DS migriert und man beherrscht wieder die meisten Lieder aus dem FF. Übrigens: Das Frosch-Minispiel für ein Herzteil ist mit der 3DS Steuerung recht simpel, da die Frösche nach den Tasten angeordnet sind!

Was ich allerdings mit ein bisschen mehr stirnrunzeln hinnehmen musste waren ein paar Namensänderungen von Ausrüstungsgegenständen, z. B. Silber- und Goldhandschuhe statt Kraft- und Titanhandschuhe. Diese Begriffe hatten seit A Link to the Past Tradition, ja?! Aber gut, solange sie noch dasselbe tun tut das dem Spielspaß nun wirklich keinen Abbruch.

Neu hinzugekommen sind die Shiekah-Steine. Sie lassen Link eine Vision empfangen, wenn er bei einem kniffligen Rätsel nicht mehr weiterkommen sollte.

Und als ob Navi nicht ohnehin schon genug nerven würde, schlägt sie einem auch noch Spielpausen vor. Ich spiel so lange ich will, du dumme Fee!

Außerdem gibt es noch das Master Quest nach erstmaligem Durchspielen und eine Boss Challange in der man noch einmal jedem Endgegner jedes Verließes entgegentreten kann!

Grafik

Bei der Grafik hat sich Nintendo wirklich Mühe gegeben. Verschwunden sind die vorgerenderten Läden, Marktplätze, Seitenstraßen und der Vorgarten zur Zitadelle der Zeit. Alles in Echtzeitgrafik!

Und die Zitadelle der Zeit sieht nun auch wie eine Zitadelle aus: massive Marmorsäulen, große Fenster die Licht reinlassen und ein fein ausgearbeiteter Altar und in der Eishöhle kann man nun auch schimmerndes Eis betrachten. Was mich aber am meisten hat staunen lassen war die Brücke zu Ganons Turm. Wer sich zurückerinnert, kennt noch die einfache milchig-durchsichtige mit Regenbogen-Bordsteinen an den Seiten verzierte Brücke der Weisen. Im 3DS Remake ist es eine verdammte Golden Gate Bridge!!! Und die Butzenscheiben auf den letzten Stufen vor Ganondorf lassen sogar ein realistisches, schimmerndes Licht auf den gegenüberliegenden Korridorwänden tanzen. Ganondorfs Zitadelle an der Spitze seines Turms sieht diesmal auch nach etwas aus, worin ein fieser Bösewicht seinem nahenden Widersacher mit düsteren Orgelklängen Angst einjagen will. Hier in einem kleinen Beispielvideo:

Auch der 3D-Effekt kann sich sehen lassen und ist auch sehr eindrucksvoll bei den Liedeffekten. Man sollte aber nicht erwarten, dass einem die Gegner ins Gesicht springen. Außerdem muss man den 3DS wie bei allen anderen 3D-Anwendungen auf der Konsole in einem konstanten Abstand von 25-30 cm halten um den 3D-Effekt genießen zu können. Ich habe übrigens nicht konstant mit 3D-Effekt gespielt. Geht auf die Augen und man entwickelt eine Art 3D-Tunnelblick bei dem man in allem was man anguckt Tiefe erkennen will. Man muss das Spiel allerdings live erlebt haben, um sich ein Bild davon machen zu können.

Musik

Bei der Musik ist man beim Original geblieben und obwohl man sich vielleicht an manchen Stellen doch gewünscht hätte, dass ein Re-arranged Soundtrack komponiert worden wäre, passt sich der Original Soundtrack selbst noch nach 13 Jahren perfekt ein!

Gallerie

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fazit

Nintendo hat den Klassiker definitiv neues Leben einhauchen können. In neuem Gewand hat das Spiel selbst nach zig-maligem Durchspielen immer noch so viel Spaß gemacht wie damals. Diesmal hab ich auch mit Enthusiasmus einen 100% Spielstand angepeilt. Egal wie sehr mich auch das Krabbelminenbowling auf den Sack gegangen ist, die Fische im Angelteich nicht für ein Herzteil angebissen haben und unzählige Stunden damit verbracht habe alle Skulltulas und Herzteile zu sammeln – es war immer noch ein Heidenspaß!

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D ist ein Pflichtkauf für Nintendo 3DS Besitzer, egal ob man das Spiel damals schon auf dem N64 gespielt hat und alte Zeiten noch mal neu aufleben lassen oder sich den zahlreichen Fans erst jetzt anschließen möchte. So viele Daumen hoch wie ich dem Spiel geben möchte, hab ich gar nicht! Man muss es selbst spielen um die Magie erlebt zu haben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s